Dr. Gitta Greif-Werner zur neuen Präsidentin gewählt

Landesjägertag 2026 in Westerburg stellt Weichen für die Zukunft.

Am 24. April fand in Westerburg der diesjährige Landesjägertag Rheinland-Pfalz mit anschließender Delegiertenversammlung statt. Die festlich geschmückte Halle war bis auf den letzten Platz gefüllt und bot einen würdigen Rahmen für die Veranstaltung.

Am Vormittag nahmen neben den Mitgliedern auch zahlreiche Vertreter aus Politik sowie befreundeten Verbänden an der öffentlichen Sitzung teil. In ihren Beiträgen wurde die Bedeutung der Jagd für Natur, Gesellschaft und den ländlichen Raum hervorgehoben. Der Austausch verdeutlichte einmal mehr die enge Vernetzung des Landesjagdverbandes mit unterschiedlichen gesellschaftlichen Akteuren.

Nach einer kurzen Mittagspause folgte die Delegiertenversammlung, die den internen Themen vorbehalten war. In einer engagierten und lebhaften Sitzung wurden dabei die personellen Weichen für die kommende Amtszeit gestellt. Im Mittelpunkt stand die Neuwahl des Präsidiums, die bereits im Vorfeld für intensive Diskussionen in den einschlägigen Medien gesorgt hatte und daher auch von zahlreichen Vertretern der jagdlichen Fachpresse begleitet wurde.

Mit einer Mehrheit von 56,62 % wurde Dr. Gitta Greif-Werner zur neuen Präsidentin des Landesjagdverbandes Rheinland-Pfalz gewählt. Erstmals in der Geschichte des Verbandes steht damit eine Frau an dessen Spitze. Die Mitglieder sprachen ihr mit diesem Ergebnis ihr Vertrauen für die zukünftige Ausrichtung und Weiterentwicklung des Verbandes aus.

Zu Vizepräsidenten wurden Marcus Schuck (langjähriger KJM der Kreisgruppe) sowie Heiko Mades und Bernd Bahr gewählt. Gemeinsam mit der neuen Präsidentin werden sie die anstehenden Aufgaben und Herausforderungen gestalten. In seinem Amt als Schatzmeister wurde Bernward Scharding bestätigt; künftig wird er von Klaus Nieding als stellvertretendem Schatzmeister unterstützt.

Dr. Greif-Werner war gegen den bisherigen Präsidenten Dieter Mahr mit einem 7-Punkte-Programm für die ersten 100 Tage angetreten. Dieses machte deutlich, dass eine Phase spürbarer Veränderungen bevorsteht. Die intensiven Diskussionen aus dem Plenum sowie der Wahlausgang zeigen klar, dass auch die Mitglieder diesen Wandel wünschen.

Die Kreisgruppe Mayen-Koblenz war mit mehr als den erforderlichen elf Delegierten den gesamten Tag über stark vertreten. Bereits am Vorabend, dem 23. April, nahmen sechs Vertreter der Kreisgruppe an der Abendveranstaltung in Bad Marienberg teil und nutzten die Gelegenheit zum Austausch und zur Vernetzung.

Auch bei der Trophäenbesprechung zum Ende der Veranstaltung konnte unsere Kreisgruppe punkten: Der stärkste Keiler, erlegt von Dirk Stephan, sowie der zweitstärkste Rehbock, erlegt von Peter Röser, kamen aus Mayen-Koblenz.

Der Landesjägertag erwies sich insgesamt als intensive und lange, zugleich aber richtungsweisende Veranstaltung – mit einem Wahlausgang, der den Erwartungen der Kreisgruppe Mayen-Koblenz entsprach.

Judith Schönau, Schriftführerin
Fotos: privat, LJV RLP